Rassistische und Jugendfeindliche Debatte nach Silvesternacht

Nach Aufbegehren der Jugend während der Silvesternacht 2022 entflammt aktuell bundesweit eine rassistisch und jugendfeindlich geführte Debatte.

Höhepunkte der bürgerlichen Berichterstattung sind Aussagen wie „Phänotypus westasiatisch“ oder „Bei der brutalen Gewalt in der Silvesternacht kapitulierte der Staat einfach vor dem Mob und ließ junge Migranten wüten“, welche aufzeigen was hinter der Fassade aus Biogemüse und parlamentarischer Demokratie brodelt.

So will Berlins Bürgermeisterin Giffey einen Gipfel gegen Jugendgewalt stattfinden lassen, denn wie Merz berichtet, fordern die „Die Chaoten, viele davon mit Migrationshintergrund, […] mit ihren Randale den Staat heraus, den sie verachten“.

Sollte Merz sich dann nicht fragen, woher diese vermeintliche Verachtung dem Staat gegenüber kommt? Nicht etwa aus seine Mitverantwortung tausender Tote an den Europäischen Land- und Wasseraußengrenzen? Oder wegen seiner rassistischen Diskurse im Inland die so vielen Menschen hierzulande „mit Migrationshintergrund“ ebenfalls das Leben oder das gute Leben gekostet haben durch Ermordung durch Polizei oder Faschos, Abschiebung, Inhaftierung, Beschuldigung des Terrorismus? Wahrscheinlich auch nicht aus dessen Politik der Unterdrückung und Versuchung die Jugend nur für den eigenen Nutzen in Marktwirtschaftliche Bahnen zu lenken?
Die Verachtung für den Staat kann schon gar nicht erst aus der intrinsischen Menschenfeindlichkeit des Staates an sich resultieren, der die lebendige Gesellschaft unterdrückt, ihre Geschichte löscht, ihre Werte aushöhlt, die Gemeinschaft schwächt und kollektive Identitäten wie die Jugend unterdrückt.

Ja, warum wird der Staat nur so verachtet? unverständlich…

Vielleicht war Silvester ein chaotischer Ausdruck, vielleicht bedarf es einer besseren Organisierung, gedanklicher Entwicklung, Willensentwicklung um die großen Gefühle und Aktivitäten der Jugend zum Ausdruck zu bringen, aber das Aufbegehren der Jugend sollte für alle sichtbar geworden sein. Zu lange wurde ihr die Zeit und das Leben gestohlen, zu lange wurde sie unterdrückt und das System hat versucht sie sich zunutze zu machen. Zu lange war die Jugend einem Zerfall ausgesetzt!

Die Jugend, die einen scharfen Sinn für Ungerechtigkeit hat, lässt sich das nicht mehr gefallen und wehrt sich. Im besten Fall wird es ein Aufstand gegen die vom Feind entwickelte Welt.

Die Sehnsüchte der Jugend müssen in Freiheit wurzeln.

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