Heute vor 7 Jahren wurde Berta Cáceres ermordet

In der Nacht vom 2. auf den 3. März 2016 wurde Berta Cárceres von mehreren Männern ermordet. Die indigene Aktivistin gründete schon als Studentin den Rat der Volks- und Indigenenorganisationen von Honduras mit und protestierte gegen illegale Rodungen, Umweltzerstörungen verschiedener Art, Großgrundbesitz und US-Militärbasen auf indigenem Land. Ab Mitte der 2000er Jahre befasste sie sich vor allem mit dem Bau von Wasserkraftanlagen und Dämmen auf indigenem Boden. Vor allem der Bau von vier Dämmen am Río Gualarque wurde ihr Hauptgebiet des Kampfes. Internationale Konzerne hatten mit Bauarbeiten begonnen ohne die lokale Bevölkerung zu informieren, was gegen internationales Recht verstieß, dennoch wurden die Bauarbeiten weitergeführt und sogar vom honduranischen Militär beschützt, das im Juli 2013 bei einem Protest gegen die Bauarbeiten einen Demonstranten erschossen und drei weitere verletzten. Immer wieder kam es zu Ermordungen lokaler Aktivist*innen, die allesamt ungesühnt blieben. Auch Cáceres wurde immer wieder Ziel von Angriffen und Bedrohungen.

In der Nacht vom 2. auf den 3. März drangen mehrere Angreifer in ihr Haus ein und töteten sie und verletzten einen weiteren Aktivisten.

Erst auf Druck ihrer Angehörigen, anderer Aktivist*innen und Menschenrechtsorganisationen kam es zu ernsthaften Ermittlungen, davor hatte die Polizei nur gegen andere Aktivist*innen ermittelt.

Von den neun, wegen dem Mord an Berta Cárceres verhafteten Personen, hatten vier enge Verbindungen zu den Spezialeinheiten im honduranischen Militär, die von den USA ausgebildet worden waren.

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