Giftgasanschläge gegen Mädchenschulen im Iran

Seit Tagen halten im Iran Anschläge gegen Mädchenschulen die Bevölkerung in Atem. Alleine gestern wurden knapp 200 Schulen angegriffen. In den unzähligen Attacken wurden mehrere Hundert Mädchen und junge Frauen verletzt und mit verschiedenen Beschwerden in Krankenhäuser eingeliefert. Noch immer ist unklar, wer genau hinter den Angriffen steckt, zugleich wachsen die Vorwürfe gegen die Regierung, die die Angriffe zwar offiziell verurteilt aber zugleich nicht wirklich etwas für die Aufklärung oder Beendigung unternimmt. Aktuell mehren sich die Vermutungen, dass ultra-fundamentalistische Kreise hinter den Angriffen stecken.
Schulen und Universitäten für Mädchen und junge Frauen waren in den vergangenen fünf Monaten und sind auch aktuell noch Ausgangspunkt und wichtiger Ort der feministischen Revolution und der Aufstände unter dem Slogan Jin, Jiyan, Azadî, die das islamische Regime im Iran in seinen Grundfesten erschüttert hat und immer weiter wanken lässt. Die Vermutung, dass die Angriffe nun eine Rache für diese Revolution sein soll und der Zugang zu Bildung und Organisierung Mädchen und jungen Frauen entzogen werden soll, ist daher naheliegend.

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