Junge Frauen Forum in Aachen

In Aachen hat am Samstag ein Forum für junge Frauen unter der Frage „Wie leben?“ stattgefunden. Organisiert wurde dies von kurdischen und internationalistischen jungen Frauen mit dem Ziel, sich gemeinsam aus unterschiedlichster Herkunft über die eigene Identität, die Kindheitsträume und die Frage, wie ein gutes Leben aussehen kann, auszutauschen.

Neben dem Inhaltlichen Part, gab es auch ein kulturelles Programm, welches Singen, Tanzen und gemeinsames Essen beinhaltete. Es wurden sich Grußbotschaften von verschiedenen internationalen Frauenorganisationen, aus der Autonomieregion in Nordostsyrien oder dem Şengal angeschaut. In einer Workshop-Phase konnten sich die jungen Frauen über Erfahrungen austauschen und sich näher mit den Themen Selbstverteidigung und Jineologî beschäftigen. Hierbei wurde unter anderem darüber gesprochen, welchen Angriffen Junge Frauen im System ausgesetzt sind und wie sie sich dagegen wehren können. Eine Teilnehmerin betonte, dass Selbstverteidigung da beginne, wo sich Junge Frauen ihrer historisch gewachsenen Realität der Unterdrückung bewusst würden und sich organisierten. Insbesondere um die Frage „Wie leben“ zu beantworten, wurde auf die Wichtigkeit des kurdischen Vordenkers Abdullah Öcalan hingewiesen. Dass sich heute so viele Frauen weltweit unter dem Paradigma der kurdischen Freiheitsbewegung organisierten, bilden und von Unterdrückung befreien, sei insbesondere auch ein Ergebnis der Arbeit, die Abdullah Öcalan für die Befreiung und Unabhängigkeit der Frau geleistet hat. Dies stellte eine Panelistin bei der Podiumsdiskussion am Nachmittag fest.

Wir haben am Ende des Forums mit ein paar jungen Frauen über den Tag gesprochen:

Warum seid ihr hier und warum denkt ihr, ist es wichtig, dass wir hier als junge Frauen zusammen kommen?

Evîn: Es ist wichtig, dass wir uns organisieren, weil wir dadurch stärker werden und unsere Stärke zeigen. Desto mehr wir werden, desto stärker werden wir

Şîlan: Ich bin hier, weil ich es wichtig finde, dass wir als Junge Frauen zusammen kommen und uns die Frage stellen, wie wir leben möchten und wie wir das Leben und die Welt gestalten wollen. Und so haben wir die Möglichkeit, Frauensolidarität aufzubauen und uns mit dem System kritisch zu beschäftigen und sich auszutauschen.

Gibt es Beispiele für Frauensolidarität für dich?

Şîlan: Ja, in der kurdischen Bewegung. Davor war ich eher im System gefangen und hab die internalisierte Misogynie und den Konkurrenzkampf entdeckt. Durch die Bewegung habe ich erkannt, dass das Patriarchat uns aufgesetzt wurde und wir uns solidarisieren müssen und vor allem, dass wir denselben Feind haben.

Evîn: Man schafft die Stärke, den eigenen Weg zu gehen, ohne, dass man von der Umwelt beeinflusst wird und für sich zu beantworten: Wer bin ich? Wohin möchte ich? Wenn man starke Junge Frauen mit dem gleichen mindset hat, dann entwickelt man sich auch selbst stark weiter.

Was bedeutet für dich die Identität als Junge Frau?

Şîlan: dass wir die Gesellschaft formen, sowohl in der Rolle als Jugendliche, dass wir eine Verantwortung für die Zukunft tragen. Und dann nochmal als Frau in der unterdrückten und kolonialisierten Rolle. Dass wir zu uns selbst und zu unserem Ursprung finden müssen und uns mit der Natur verbinden müssen und auch überhaupt erst einmal unsere Unterdrückung erkennen müssen.

Evîn: dass wir von den Unterdrückten Rolle zur Vorreiterinnenrolle werden. Dass wir Vorreiterinnen der Revolution werden.

Gab es für euch einen Moment, in dem euch eure Identität als Junge Frauen bewusst geworden ist?

Êvîn: Junges Mädchen ist für mich ein Begriff, der sehr von oben herab ist. Wenn ich an Junge Frau denke, ist es für mich ein Individuum, was frei ist und selbstbestimmt.

Şîlan: Wo ich das persönlich stark gemerkt habe, war in der Bewegung, gerade als Jugendliche.

Evîn: Vor allem auch, zu sehen, dass man als Junge Frau die Verantwortung hat.


Şîlan: Auch Ernst genommen zu werden, ist für mich etwas besonderes in der Bewegung


Evîn: Man sagt ja auch, dass die kurdische Bewegung eine Bewegung der Frau ist und den Frauen gehört und auch der Jugend. Wir haben jung begonnen und wir werden jung siegen.

Habt ihr das Gefühl, dass euch von anderen eine Rolle der Verantwortung zugesprochen wird? Beispielsweise in der Familie? Bekommt ihr dadurch, dass ihr euch dieser Rolle bewusst werden mehr Selbstbewusstsein?

Evîn: Ja, bei mir auf jeden Fall. Meine Familie war immer eher anti, auch dagegen, dass ich mich organisiere, dass war für die schrecklich, dass ich politisch wurde, angefangen habe auf Demos zu gehen oder ins Vereinshaus. Und heute schaut sich meine Mutter die Veranstaltungen live im Fernsehen an. Sie interessiert sich dafür. Auch mein Vater. Auch wenn er mir das direkt nicht sagt, verteidigt er mich vor anderen und sagt, dass er weiß, dass sich seine Tochter eine eigene Meinung gebildet hat und meiner Meinung auch vertraut. Auch meine Familie hat diese Kraft erkannt und verstanden, dass es nicht einfach auf nichts beruht, sondern auf Bildung, auf Wissen, auch Engagement und all diesen Dingen.

Şîlan: Ich bin in einer sehr politischen Familie aufgewachsen. Ich hatte das Glück, dass mein Vater und mein Bruder sehr politische waren und diese Werte auch in sich getragen haben.

Gespräch mit weiteren zwei jungen Frauen:

Lasst uns relativ simpel starten: warum seid ihr hier?

L: Ich wurde spontan gefragt, du hattest mich spontan gefragt (dreht sich zur anderen jungen Frau) und ich musste erstmal lachen, weil ich bin grad so klassisch Antifa, in einer deutschen Antifa Gruppe organisiert. Und ich hab vor allem in den letzten Wochen angefangen mit Freundinnen und Genossinnen darüber zu sprechen, dass wir eigentlich so eine sehr einseitige feministische Perspektive haben und so wie es möglich ist nochmal mehr bei uns in der Stadt ins Gespräch zu gehen, mit anderen weiblich sozialisierten Personen. und wir da grad, bzw. auch ich persönlich, da voll Interesse daran hab, aber eben auch so Startschwierigkeiten. Also wie baut man das auf und muss man es überhaupt aufbauen oder gibt es das eigentlich schon und man ist nur nicht dran. Und dann kam die Frage und ich war so okay, das ist so genau das, was mich gerade so rumgetrieben hat.

Warum findest du es generell wichtig, dass wir als junge Frauen zusammenkommen?

L: Weil, also ich bin all gender organisiert und ich hab oft schon das Gefühl, dass es so ein Ding ist, dass sich Meinungen bilden eher so ein sehr individuelles Ding ist. Dass sich eher so zu Themen Einzelpersonen beschäftigen, eine Meinung bilden und die dann so aufeinander klatschen in so einem Plenum. Und dann, wer sich irgendwie durchsetzen kann setzt dann so seine eigene Meinung durch. Aber ich oft gar nicht so richtig weiß, was ist überhaupt meine Meinung oder hab ich so auf Themen eine eigene Perspektive und muss ich die so eigen haben oder lohnt es sich mal mit Personen die eine ähnliche Realität oder auch eine komplett andere Perspektive haben, einfach nur mal zu sprechen. Und damit viel weiter zu kommen als mit so einem starren, du musst zu allem eine Meinung haben und eine Antwort auf alles.

Wir kommen ja auch zusammen und weil wir uns ja eigentlich alle auch in einem Kampf befinden. Was würdest du sagen, wofür kämpfst du?

L: Ich glaub, dass so Teil des Kampfes schon ist, überhaupt ein gemeinsames Ziel für einen Kampf zu definieren. Weil ich das Gefühl habe, man sowieso schon weiß, es stimmt was nicht, also es ist ja ein Gefühl aus sich heraus von „ich organisiere mich mit Menschen oder spreche mit Menschen, weil ich spüre, dass es mir zuwider ist, wie wir leben in der Gesellschaft. Aber ich immer so einzelne kleine Kämpfe führe für mich oder vielleicht mit meiner Bezugsgruppe und ich aber gar nicht weiß von was wollen wir eigentlich im Großen bekämpfen und deswegen sehe ich das eigentlich schon als teil des Kampfes. Zusammen zu kommen, um überhaupt zu wissen wo wir hin wollen.

Was gibt dir Hoffnung in diesem Kampf?

L: Die Frage kam heute Morgen auch schon auf und ich war verdutzt, dass ich darüber anderthalb Stunden nachgedacht habe und keine Antwort gefunden hatte, was mir eigentlich Hoffnung gibt. Über den Tag hab ich schon nochmal gemerkt, dass so ehrlicher Austausch ohne wer hat welche Skills und weiß wieviel worüber, sondern so ein sich zuhören und miteinander sprechen schon so viel bringt und das ist meine Antwort erstmal.

Woraus ja auch viele Menschen Hoffnung schöpfen, sind so die schönen Dinge im Leben auf eine Art. Was sind für dich schöne Seiten des Lebens, was hat Schönheit für dich?

L: Ich glaub für mich hat tatsächlich Schönheit ganz viel. Also einmal Licht und Natur und Sonne, alle möglichen Farben, die die Sonne so bringt und die vor allem in guter Gesellschaft zu erleben und mit denen ich mich wohl fühle. Und danach nicht meinen Akku wieder komplett aufladen muss, sondern von und mit denen ich lerne und ich mich nicht anstrengen muss permanent mich wohl zu fühlen. Gemeinsame Momente.

Magst du (A) noch etwas ergänzen? Und auch was du vielleicht heute mitgenommen hast? Wir haben darüber gesprochen, dass wir uns auf eine Reise begeben, gerade auch im Sinne der Jineologî und dass das ja beginnt mit Fragen, aber antworten brauchen Zeit und es ist ein Prozess. Hattest du heute so eine kleine Reise für dich? Also wo hast du angefangen und wo aufgehört heute?

A: Ich hab viel darüber nachgedacht in letzter Zeit, aber auch vor allem seit ich mich mit den der kurdischen Freiheitsbewegung beschäftigt habe. Dass es eigentlich so krass ist, vielleicht hatten andere mehr so starke Vorbilder, die auch Frauen waren, aber ich hatte das irgendwie nicht. Und mein Bild von „Was ist eigentlich eine Frau“ wurde sehr stark auch von Werbung geprägt. Und wie komisch und wie weit weg man eigentlich auch davon ist, was es bedeutet eine Frau zu sein. Dadurch eben, dass das Bild was man hat durch kapitalistische Werbeanzeigen, den patriarchalen Blick, Über-Sexualisierung entsteht. Und dass wir wieder mehr dahin zurückfinden, wo sind eigentlich unsere Stärken, was ist dieser Kampf und welchen Kämpfen können wir uns anschließen und wo liegt eigentlich das was Frausein bedeutet. Und so von dieser komischen abstrakten Sicht weg zukommen, hin zu einer ehrlichen Auseinandersetzung miteinander und sich selbst. Ich finde das ist heute auch ein sehr großer Teil. Zusammen zukommen und genau diese Themen zu besprechen: was bedeutet das eigentlich diese Identität die wir haben und wie gehen wir damit um, und wie wollen wir damit lebe? und was für ein leben wollen wir schaffen und welche Rolle wollen wir darin einnehmen.

Du hast grad von Vorbildern gesprochen, hattet ihr denn Vorbilder, auch wenns Figuren aus einem Film sind oder Charaktere? In der Realität oder auch im Fiktionalen?

A: Ich hab immer nur Fantasy Bücher gelesen. So alle Zauberinnen und alle Leute, die mit Drachen zu tun hatten, fand ich immer krass.

Was fandest du daran so faszinierend?

A: Puh, das ist eine schwierige Frage. Ich glaube so ….

.. vielleicht auch die Fähigkeit die Wirklichkeit zu verändern?

Ja. So Leute, die einfach krasse Sachen machen können und die auch frei sind von den Sachen. Damit haben wir alle so zu tun, das ist die vielleicht größte Hürde, sich ein Leben im Kapitalismus aufzubauen und das einfach frei davon ist. Weil sie einfach in so einer Fantasiewelt durch die Gegend brambatzen und eine wichtige Mission haben und die erfüllen und dabei so ihre krassen Fähigkeiten auspacken, das fand ich immer richtig heftig.

L: Ich hatte lange als Kind zwei Vorbilder, beziehungsweise ich wollte einfach immer sein wie die. Und zwar Sprotte von den Wilden Hühnern und Vanessa von den Wilden Kerlen. (Lachen). Wir haben tatsächlich auch letztens auf einem Polit-Treffen darüber diskutiert, weil ich nämlich auch meinte, dass es so richtig klassisch ist. Dass man sich da die Anführerin raus sucht und so will man irgendwie sein. Und die wird dann natürlich auch von den coolen Jungs gemocht und da läuft dann auch immer was und behaupten sich. Und gleichzeitig sind sie eben auch Anführerin, also von den Mädchen und wie bescheuert das einfach ist. Dass das so das Ziel dann ist, also entweder du bist eine Melanie und läufst mit und alle machen sich über dich lustig, weil dir die Maske wichtig ist oder du bist ne Sprotte und machst eigentlich die anderen sie ganze Zeit fertig, um dann bei den Boys cool anzukommen und wie stark das mein Mädchen sein geprägt hat.

Was würdet ihr allen jungen Frauen sagen wollen?

A: Organisiert euch!

(Lachen)

L: Yep!

Tamam. Danke euch!

Gespräch mit einer jungen Frau

Warum bist du hier?

Ideologisch? Weil ich mit keinem Feminismus, der mir präsentiert wurde, zufrieden bin, weil er entweder nicht handlungsfähig oder seelisch nicht tiefgreifend genug. Ich kann nicht gegen das Patriarchat kämpfen, ohne gegen den Patriarchen in mir zu kämpfen und ich will nicht nur feel good Aktivismus haben, ohne mich in der realen Welt zu organisieren. Und das sehe ich im Feminismus der kurdischen Philosophie, aus der kurdischen Freiheitsbewegung vereint wie nirgends sonst. Das fasziniert mich sehr.

Das heißt, daran anschließend direkt, warum ist es für dich wichtig, dass wir als junge Frauen zusammenkommen? Beziehungsweise generell, dass es diese Räume gibt der autonomen Organisierung?

N: oha, das ist eine doppelte Wichtigkeit. Weil Erstens sind es unkonventionelle dritte Räume die wichtig sind für jede revolutionäre Bewegung. Doppelt wichtig, wenn junge Frauen zusammenkommen merken sie, dass sie nicht alleine sind. Man muss, um über das Patriarchat zu reden, auch ohne Männer darüber reden. Man fühlt sich auf eine andere Art wohl. Hier sind sehr reflektierte junge Frauen, die auch viel erlebt haben und darüber viel reflektiert haben. Ein Raum in dem ich die Person mit der wenigsten Erfahrungen bin. Und das ist immer eine gute Sachen, wenn du die Person mit dem wenigsten Wissen bist, das ist der Ort an dem du sein musst um zu lernen.

Findest du das prätentiös?

Ne, ich denke nur so, was ist Wissen? Weil ich mein letztendlich hast du ja auch ne Sozialisierung in einem gewaltvollen System erlebt.

N: ja ok ich check, ich check. Warte, zu Wissen, ich will das ausführen. Jemand hat mehr Wissen als ich, ich will spezifizieren. Die Leute sind vielleicht, ich finde sie sehr selbstreflektiert. Sie haben gute Eigenschaften, Eigenschaften, die ich ebenfalls adaptieren will. deswegen mag ich es an diesem Ort zu sein.

Was bedeutet für dich innerhalb deiner eigenen Realität, unserer Realität hier in Deutschland die Identität der jungen Frau?

N: boa, puh. Also einerseits sehe ich mich als eine migrantische Identität habenf, vor allem aus feministischer Perspektive. Also zum einen aus der Perspektive einer jungen Frau und zum anderen aus einer russischen Perspektive. Also in Russland wo der Sexismus extrem stark ausgeprägt ist. Da ist die größte Differenz der Lebenserwartung, Männer sterben 10 Jahre früher als Frau, das ist weltweit maximal. Und dort sind Männer und Frauenrollen so wie USA auf crack. Also so wie sie wollten die USA machen und haben sie parodiert karikiert, ich weiß nicht warum. Es ist ein Militärstaat und alles. Und heute musste ich am Ende auch viel daran denken, ok schön und gut das ist eine gute Frauenbewegung und die ist stabil. Aber was ist mit der Frauenbewegung meiner Landsleute? Es ist eine verrottete, aufgegebene Sache. Russlands Feminismus musst du golddigger sein oder so, also ich frag mich was ich hier von heute mitnehmen kann, um meine eigenen Konditionierungen aufzubrechen, weil die schon relativ stark sind. Was bedeutet es hier in Deutschland eine junge Frau zu sein? In einer Welt zu leben, in der, auf eine offene Art wir alle gleichgestellt sind, aber alle Sexismen sind so nicht unbedingt gesetzlich, die sind alle so zwischen den Zeilen. In einer Welt zu leben mit einem Sexismus – nur zwischen den Zeilen.

Wofür kämpfst du? Aus dieser Identität heraus, wofür kämpfst du? Wofür stehst du auf?

N: Für eine bessere Welt für Jede*n. Jetzt und Morgen. Eine bessere Welt für meine Kinder, für die nächste Generation, bessere Welt für alle. Was heißt bessere Welt?

Danke, dass wäre die nächste Frage:)

Ich glaub fast so common sense, oder vielmehr, nicht was in einem Märchen erreichbar ist, aber für eine politisiertere Gesellschaft, für eine Gesellschaft mit mehr gesellschaftlichen Diskurs, der nicht männlich dominiert ist und patriarchal geprägt, sondern ein Diskurs, der Widersprüche vereinen kann. Diese Diskurse möchte ich führen. Diese Diskurse möchte ich in Hörsaalbesetzungen herbeiführen und mit Leuten reden, deren Wege sich sonst nie kreuzen würden. Erstmal das. Danach Revolution. (lacht)

Was gibt dir Hoffnung auf diesem Weg? In diesem Kampf?

N: Meine Mitstreiterinnen. Punkt.

Wo liegt für dich Schönheit im Leben?

N: In Unerwartetem.

Wie würde für dich eine befreite Gesellschaft aussehen, du hast es eigentlich schon angeschnitten?

N: Eine Gesellschaft ohne Verdrängung. Ohne Abschottung. Also weder in Wohngebiete, ohne Grenzen, ohne Nationalstaaten, also leicht durch den Demokratischen Konföderalismus angesprochen, aber das ist ja nur Staatssystem. Aber auch in sich ohne menschliche Verdrängung. Also dass du Emotionen rauslassen kannst. Also dass gesellschaftlicher, wissenschaftlicher, politischer Diskurs nicht rational geprägt sein muss, sondern das Subjektive von allen vereint und nicht in gewinnen oder verlieren zu enden.

Wenn ich dich jetzt nach der Reise des heutigen Tages fragen würde, so durch den Tag, wie bist du angekommen und wie gehst du jetzt raus?

N: Puh, also ich kam mit Vorfreude hierher und ich wusste es wird sehr schön, aber es hat meine Erwartungen nochmal übertroffen.

Was würdest du jetzt jungen Frauen sagen?

N: Allen jungen Frauen. Agier. Realisier alles was du dir vorstellst. Lass Träume nicht Träume bleiben. Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.

Lacht.

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