Am Sonntag haben in Madrid Verhandlungen über die besetzte Westsahara stattgefunden. Neben einem Vertreter der Unabhängigkeitsbewegung Frente Polisario nahmen die Außenminister der drei angrenzenden Staaten Marokko, Algerien und Mauretanien sowie US-Vertreter und der zuständige UN-Sonderbeauftragte teil. Verhandelt wurde der marokkanische „Autonomieplan“. Dieser sieht eine Eingliederung der Westsahara nach Marokko vor.
Medienberichten zufolge stellte sich Marokko in dem Treffen gegen Regionalwahlen und gegen die Umverteilung von Gewinnen aus dem Ressourcenabbau (https://wsrw.org/de/der-fluch-der-ressourcen) an die indigene saharauische Bevölkerung. Die Polisario lehnt den Plan Marokkos bislang kategorisch ab.
Ende August war bekannt geworden, dass Marokko hohe Summen an Lobbyunternehmen bezahlt, um die Bindung an die US-Regierung zu stärken und die Polisario als „Terrororganisation“ einstufen zu lassen. Diese erklärte der texanische Senator Ted Cruz vergangene Woche zu „Feinden der Vereinigten Staaten“.